Aderlass

Dieses vielen modernen Menschen „mittelalterlich“ anmutende Verfahren kann in Situationen helfen, die selbst schwersten Medikamenten trotzen. Allerdings darf das Wissen und die Erfahrenheit des Therapeuten nicht fehlen, sonst kann es leicht zu Unwirksamkeit oder gar Schädlichkeit führen.

Es spielen hier nämlich die Konstellation von Alter, Krankheit, Geschlecht, Konstitution und Verfassung des Patienten mehr hinein als bei anderen Heilmethoden.

Kopfweh, Schwindel, Schlaflosigkeit, Schweißausbrüche, Ohrensausen, Kurzatmigkeit, Entzündungen innerer Organe, Hämorrhoiden, Krampfadern... die Liste der günstig reagierenden Störungen ist lang.

Es sind oft gerade Krankheiten, deren Ursache unbekannt bleibt, die sich auf Blutentziehung bessern. Mit der (vorübergehenden) Verringerung des Blutes kann es zu lang anhaltenden Entlastungen, zur Reinigung des Blutes und gar zur Umstimmung der Konstitution des Kranken kommen.

Das für den Aderlass günstigste Lebensalter ist die Zeit zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr.