Sauerstofftherapie

Die Hämatogene Oxydationstherapie (H.O.T, auch photobiologische Oxydationstherapie) nach Prof. Eduardo Wehrli arbeitet mit patienteneigenem Blut. Eigenblutbehandlung nennen wir eine Reizkörpertherapie, die vermittels intramuskulärer Injektion von körpereigenem Blut einen sogenannten Umstimmungseffekt zu erreichen sucht. Immunprozesse und Stoffwechselprozesse werden dabei angeregt und qualitativ verbessert. Bei der H.O.T. wird 90ml patienteneigenes Blut mit Sauerstoff angereichert und mit UV-Licht einer bestimmten Wellenlänge – Hauptspektrum 253,7µm – bestrahlt. Dieses so behandelte, aus der Vene entnommene Blut, wird dem Patienten intravenös zurückgegeben.

Durch das sanfte Aufschäumen des Blutes vermittels medizinischen Sauerstoffes, kommt es dazu, daß die einstrahlende Lichtenergie eine große Menge des Blutsauerstoffes so erreicht, daß die therapeutisch ausreichende Menge des sogenannten Singulett-Sauerstoffes entsteht. Dadurch wird einem Teil des Blutsauerstoffes eine Energie zu Eigen, die weitreichende Auswirkungen auf Regenerationsprozesse im Organismus hat. Es kommt dabei nicht nur zu einer kurzzeitigen Sauerstoffeinleitung, sondern zu einer prozessualen Reaktionskette, die wir als langlebigen Autokatalysezyklus auffassen können. Das ist ein chemischer Vorgang, bei dem die neu entstehende Substanz selbst die Rolle des Katalysators übernimmt, dessen Vorhandensein die weitere Neubildung derselben Substanz ermöglicht. Bei der H.O.T. ist eine monatelang wirkende Verbesserung der Autokatalysezyklen erreichbar.

Sauerstoff- und Oxydationsprozesse gehören zu den grundsätzlichsten und weitreichendsten Vorgängen im biologischen System. Eine Therapie, die hier verbessernd einwirkt hat ebenso weitreichende Folgen.

So bedarf es auch eines umsichtigen und gebildeten Therapeuten, Wirkung und Anwendung angemessen zu beurteilen. Bei welchem Patienten zu welchem Zweck, wann und in welcher Weise zu dieser potenten Maßnahme gegriffen wird, hängt nicht zuletzt von den Fähigkeiten des Behandlers ab, sowohl was Erfahrung und Ausbildung, als auch was technisches Vermögen im Umgang mit diesem Verfahren und mit kranken Menschen anbelangt.

Patient und Therapeut sollten nicht gering schätzen, was des Menschen Verhältnis zum Blut einerseits, und Apparatismen anderseits anbelangt. Und mit Nachdruck muss darauf hingewiesen werden, daß bei dieser Therapie nicht nur Leben gerettet werden, sondern auch Schaden verursacht werden kann.

Vom gut ausgebildeten, verantwortungsbewussten und versierten Praktiker eingesetzt, kann mit der H.O.T. eine Verbesserung des Gesamtterrains der physiologischen Grundlagen unserer Gesundheit ausgehen.

Alle (Krankheits-)Zustände, die auf ein Übergewicht der degenerativen Potenzen unseres Organismus schließen lassen, benötigen mitunter der Hämatogenen Oxydationstherapie. Eine Liste solcher Erkrankungen müsste die medizinischen Fähigkeiten des Behandlers prinzipiell mit einbeziehen, und soll an dieser Stelle nur sehr oberflächlich verstanden werden.

Die H.O.T. wird eingesetzt bei peripheren und zentralen Durchblutungsstörungen, zur Nachbehandlung bei Herzinfarkt, bei chronischen Leberschäden, Diabetes mellitus, rheumatischen Erkrankungen, Gicht, sowie bei Störungen des Fettstoffwechsels. Sie kann auch angewendet werden, um eine allgemeine Revitalisierung bei Stress oder nach schwächenden Erkrankungen zu erzielen. Sie stellt auch eine gute allgemeine prophylaktische Maßnahme dar, wo Degeneration droht, wie bei Psoriasis, der Schuppenflechte, bei Präkanzerosen und manifestem Krebs.