Biochemische Salze nach Dr. Schüssler

Die Schüßler'sche Biochemie geht aus den Erfahrungen hervor, die Dr.med. Wilhelm Heinrich Schüßler in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts (1885 Gründung des ersten biochemischen Vereins) mit den anorganischen Hauptbestandteilen unseres Körpers machen konnte, die er seinen Patienten als Salze verordnete.

Die Erkenntnis, daß die funktionellen Grundeinheiten, die wir Körperzellen nennen, von der Anwesenheit bestimmter Stoffe abhängen, und daß es bei Mangel des einen oder anderen zu funktionellen Störungen und im weiteren zu krankhaften Veränderungen kommt, war Mitte des 19. Jahrhunderts eine bekannte wissenschaftliche Sichtweise.

Für Dr. Schüßler aber entstehen „alle Krankheiten durch einen Mangel an bestimmten lebensnotwendigen Mineralstoffen.“

Die Schüßler'schen Salze sind folgende: Calcium fluoratum, Calcium phosphoricum, Ferrum phosphoricum, Kalium chloratum, Kalium phosphoricum, Kalium sulfuricum, Natrium muriaticum, Natrium phosphoricum, Natrium sulfuricum, Silicea.

Als Ergänzungsmittel gelten (selten): Kalium arsenicum, Kalium bromatum, Lithium chloratum, Manganum sulfuricum.

Jedem Salz entsprechen gewisse krankhafte Veränderungen am Körper, die mit dem jeweiligen Salz oder mit mehreren behoben werden sollen.

Dabei werden die Salze, ähnlich den homöopathischen Arzneimitteln, in nur sehr fein verteilten und kleinen Gaben verabreicht.

Bei akuten Erkrankungen können bis zu 5minütig einzelne Tabletten verordnet werden. Bei chronischen Leiden gilt als Regel, das der Patient etwa 5mal am Tag jeweils 2–3 Tabletten lutscht. Die Arznei sollte so lange als möglich im Mund behalten werden, um von dort direkt in Blut und Umgebung aufgenommen werden zu können.