Union Deutscher Heilpraktiker

Willkommen beim Bundesverband Union Deutscher Heilpraktiker (UDH), dem Dachverband der 11 UDH-Landesverbände, Fachverband für Naturheilverfahren, Interessenvertretung für Mitglieder im Beruf und in Ausbildung und Weiterbildung. Die UDH ist einer der großen Heilpraktikerverbände in Deutschland.

 

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Aktuelles

Der Heilpraktiker im Fokus

 

Die Nachricht über den Tod mehrerer Patienten, die ein Heilpraktiker verursacht haben soll, hat uns sehr getroffen. Tatsächlich den Schmerz der Betroffenen zu erfassen, fast unmöglich, wenn ein schwerer Weg der Suche nach Linderung und Heilung so endet - Ihnen gilt in allererster Linie unsere Zuwendung -  so sprechen wir unser herzliches und aufrichtiges Beileid allen Hinterbliebenen aus und wünschen ihnen viel Kraft für die Zeit des Abschiedes und der Trauer.

Nach den bedauerlichen Todesfällen in einer naturheilkundlichen Krebsklinik in Brüggen-Bracht ist die Diskussion um die Tätigkeit von Heilpraktikern auf allen Ebenen entbrannt, obwohl die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Krefeld und der zuständigen Polizei Mönchengladbach noch nicht abgeschlossen sind.

Die Todesfälle in der Praxis sind im höchsten Maße tragisch für die Betroffenen sowie deren Angehörigen. Das Schlimmste was passieren kann ist ohne Frage, wenn ein Patient durch Unterlassung notwendiger Maßnahmen respektive durch falsche Maßnahmen zu Schaden oder gar ums Leben kommt.

Der Verdacht, dass der Einsatz von 3-Bromopyruvat für die Todesfälle verantwortlich ist, wird durch die zuständigen Behörden geprüft.

Die Äußerungen und die Berichterstattung zu diesem Fall sowie über unseren Berufsstand sind weder neutral noch sachlich. Pressemitteilungen, die nun das ganze Tätigkeitsfeld der Heilpraktiker in Frage stellen, sich auf fehlende Ausbildung und lasche Handhabung von Prüfungen und Gesetzen beziehen, rücken das ganze Berufsbild in ein schlechtes Licht. Selbst einige Politiker fühlen sich berufen auf eine Reformierung oder gar Neuauslegung des Heilpraktikergesetzes zu pochen. Dazu ist auch zu sagen, dass die Vermischung mit anderen Heilberufen („Heiler“) vollkommen falsch ist!

 

Hier sollte einmal klar und sachlich über Sinn und Unsinn solcher Forderungen geredet werden.

Der Heilpraktiker lebt nicht im rechtsfreien Raum - viele Gesetze und Verordnungen betreffen das Berufsbild und die Tätigkeit, so z.B. das Heilpraktikergesetz, das IfsG, das Arzneimittelgesetz, die Patientenrechteverordnung und das Heilmittelwerbegesetz und vieles mehr. Zu den Pflichten des Heilpraktikers gehören u.a. natürlich die Sorgfaltspflicht, die Pflicht zur Aufklärung und der Dokumentation. Ferner besteht Weiterbildungspflicht etc.

Nicht jeder darf sich Heilpraktiker nennen, die Öffentlichkeit weiß meist nicht, dass es ein "überprüfter Beruf" ist. Für die Überprüfung ist klar festgelegt welches Wissen in Anatomie, Physiologie, Krankheitslehre, Differentialdiagnose und mehr man mitbringen muss. Die Heilpraktikerkenntnissüberprüfung ist Voraussetzung für die Berufszulassung. Wenn man bedenkt, dass hier bis zu 70% der Anwärter im ersten Anlauf scheitern, sollte man sich von dem Gedanken befreien, dass diese Prüfung leicht ist und hier schon ein gerüttetes Maß an Fachkenntnis gefordert ist.

Aber worüber reden wir hier:

Wir reden über Missachtung von Gesetzen, der Überschreitung von Grenzen durch eine einzelne Person die ohne Frage, wie man auf der Webseite  erkennen kann, das Anliegen hat sich Tumorpatienten und schwerstkranken Menschen als Spezialist anzubieten.

Sollten sich die Vorwürfe und Vermutungen gegen den Heilpraktiker bewahrheiten, so muss dies mit aller Konsequenz und Härte beurteilt werden, denn dies wäre ein klarer Verstoß gegen die Berufsordnung und Berufsethik des Heilpraktikers, der sich mit seinem Gewissen und seiner Person mit auf größtmöglicher Sorgfalt unabdingbar dem Wohle und Heil des Patienten unterwerfen muss.

Es wäre grundverkehrt Verfehlungen eines einzelnen Heilpraktikers auf den gesamten Berufstand zu übertragen, wie es ja auch nicht bei Ärzten, Kranken- oder Altenpflegern in der Vergangenheit geschehen ist. Heilung ist immer ein sehr komplexes Thema und in jedem Berufszweig, der mit der Heilung von Krankheiten zu tun hat, gibt es leider schwarze Schafe.

Ganz wichtig ist es im Moment auf die Ergebnisse der Staatsanwaltschaft zu warten, dann die Verstöße des Einzelnen zu ahnden und nicht einen ganzen Berufsstand zu diskreditieren der von der Bevölkerung geachtet und gewünscht ist.

Hier ist das Wichtigste die sachliche Auseinandersetzung im Interesse der Patienten. Auch das gelegentlich angedachte Schweizer Modell der Naturheilkundigen 1 : 1 auf den Heilpraktiker zu übertragen, weist ganz erhebliche Schwächen auf, da die Schweizer Naturheilkundigen zu keiner Zeit mit der Therapiefreiheit des Heilpraktikers ausgestattet waren.

Genau diese Therapiefreiheit hat den Heilpraktiker zu dem gemacht was er ist, nämlich zu einem Ansprechpartner dem Millionen Patienten vertrauen, die ihn regelmäßig konsultieren und für die er wesentlicher Bestandteil des Gesundheitswesens ist. Der Heilpraktiker ist ohnehin durch Behandlungsverbote (siehe z.B. IfsG) sowie durch den Ausschluss von rezeptpflichtigen Arzneien und Betäubungsmitteln und weiteren Maßnahmen eingeschränkt. Ihn als arztgleich darzustellen ist somit nicht ganz richtig.

Die Berufsverbände stellen den Heilpraktikern qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildung zur Verfügung. Die bisherige Gesetzeslage ist klar und der einzeln tätige Heilpraktiker kennt und achtet seine Grenzen und arbeitet eigenverantwortlich zum Wohle des Patienten.
Daher sehen wir keine Notwenigkeit das bestehende Heilpraktikergesetz durch ein Neues zu ersetzen.

 

Union Deutscher Heilpraktiker Bundesverband
Der Vorstand

 

Hartmut Lockenvitz                                                       Angelika Berse

 

 

 

 

 


 

 

Anpassung der Meldpflicht im IFSG seit Mai 2016

 

Seit Mai 2016 gibt es eine Anpassung des IFSG. Diese beziehen sich auf die Meldeflichten der § 6 & 7.


Die Verordnung zur Anpassung finden Sie >HIER<

 


 

 
 

 

Gerichtsurteil: Physiotherapeuten dürfen ohne Heilpraktikererlaubnis keine Osteopathie anbieten

 

Eine Erlaubnis nach § 1 Abs. 1 HeilPrG ist erforderlich, wenn die Heilkunde ausgeübt werden soll, ohne dass der Ausübende – wie hier unstreitig der Fall – als Arzt bestallt ist. Eine Ausübung der Heilkunde stellt gemäß § 1 Abs. 2 HeilPrG jede berufs- oder gewerbsmäßig vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen dar, auch wenn sie im Dienste von anderen ausgeübt wird. Dabei ist der Begriff verfassungskonform dahin auszulegen, dass eine Ausübung der Heilkunde nur vorliegt, wenn von der Behandlung eine mittelbare oder unmittelbare Gesundheitsgefährdung ausgeht, denn nur dann ist der durch die Erlaubnispflicht begründete Eingriff in die Berufsfreiheit nach Art. 12 GG gerechtfertigt (BVerfG NJW-RR 2004, 705).

Die Osteopathie umfasst verschiedene sogenannte alternativmedizinische Krankheits- und Behandlungstechniken. Sie bezweckt die Diagnostik und Therapie (Schmerzlinderung, Muskelentspannung, Mobilisierung) von reversiblen funktionellen Störungen insbesondere am Stütz- und Bewegungsapparat. Zur Behebung körperlicher Funktionsstörungen bedient sich die Osteopathie manueller Behandlungsmethoden, deren Zweck es ist, durch bestimmte Hand- und Massagegriffe Blockierungen insbesondere innerhalb des Gelenkapparates zu beseitigen. (vgl. Roche Lexikon Medizin, 5. Auflage 2003, Stichworte „Osteopathie“, „Chirotherapie“; Brockhaus Gesundheit, 8. Aufl. 2010, Stichwort: „Osteopathie (Therapie)“). Die Ausübung der Osteopathie stellt somit eine (berufs- bzw. gewerbsmäßig) vorgenommene Tätigkeit zur Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden bei Menschen dar.

Liegen diese Voraussetzungen vor, wird Heilkunde dann ausgeübt, wenn die Tätigkeit nach allgemeiner Auffassung ärztliche bzw. medizinische Fachkenntnisse erfordert. Ob solche Fachkenntnisse im konkreten Einzelfall erforderlich sind, ist vom Ziel, von der Methodik und der Art der Tätigkeit abhängig, zum anderen kann aber auch die Beurteilung, ob die konkrete Behandlung begonnen werden darf, solche Fachkenntnisse erfordern. Entscheidend ist stets, ob die Tätigkeit ihrer Methode nach oder, weil ihre sachgerechte Anwendung eine hinreichende diagnostische Abklärung voraussetzt, in den Händen Unbefugter gesundheitliche Schäden bei Patientinnen und Patienten verursachen kann (vgl. Nr. 1.1 der Richtlinien zur Durchführung des Heilpraktikergesetzes des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit v. 18.5.1999).

Es ist – und auch das ist unstreitig – davon auszugehen, dass die Ausführung osteopathischer Behandlungsmethoden medizinische Fachkenntnisse voraussetzt und eine unsachgemäße Ausübung geeignet ist, gesundheitliche Schäden zu verursachen. Hierfür spricht schon, dass das Ausbildungs- und Prüfungscurriculum der BAO einen zeitlich sowie inhaltlich erheblichen Ausbildungsaufwand umfasst. Es ist – insoweit ist den Ausführungen im Urteil des VG Düsseldorf vom 08.12.2008, Az. 7 K 967/07 zuzustimmen – davon auszugehen, dass dies nicht einem bloßen Selbstzweck dient, sondern dieser Ausbildungsaufwand gerade dem Zweck dient, Schäden von Patienten und der Allgemeinheit abzuwenden, sodass es im Umkehrschluss naheliegend ist, davon auszugehen, dass die Ausübung osteopathischer Tätigkeit abstrakt mit gesundheitlichen Risiken verbunden ist. Es wird zudem im Allgemeinen davon ausgegangen, dass eine nicht risikolose Osteopathie sowohl Erfahrung als auch sorgfältige Indikationsstellung erfordert. Insbesondere morphologische Veränderungen, die mit einer Schwächung der Knochen- oder Bandstruktur einhergehen, Krankheiten wie rheumatoide Arthritis, Tumore und Traumen sowie Bandscheibenvorfälle, die nur mit medizinischem Fachwissen erkannt werden können, stellen ein erhebliches Risiko bei bzw. ein Hindernis für die Anwendung osteopathischer Behandlungsmethoden dar (vgl. Roche Lexikon Medizin, 5. Auflage 2003, Begriff „Osteopathie“, „Chirotherapie“ – Kontraindikation).

Daher unterliegt die Ausübung osteopathischer Behandlungen im Grundsatz der Erlaubnispflicht gemäß § 1 Abs. 1 HeilPrG. Eine die Osteopathie betreffende spezialgesetzliche Regelung besteht nicht.

 


 

Gerichtsurteil für Werbung mit Bachblüten

 

Auf Grund des Urteils des Oberlandesgericht Hamm (OLG) ist gesundheitsbezogene Werbung für Bachblüten unzulässig, da sie gegen die Vorgaben der HCVO verstößt. Bachblüten sind keine Arzneimittel sondern Lebensmittel, und für diese darf nicht mit unspezifischen Gesundheitsaussagen geworben werden. Dies kann im Ergebnis zu Abmahnungen führen!

 

 

Bei Rückfragen rufen Sie in unserer Geschäftsstelle an.

Tel.: 0212 / 47285

 

Ihr Ansprechpartner: Hartmut Lockenvitz

 

 


 

 

Meldepflicht Borreliose in Bayern

In Bayern ist zum 01. März 2013 die Verordnung zur Erweiterung der Meldepflicht auf andere übertragbare Krankheiten und Krankheitserreger (Meldepflichtverordnung - MeldePflV) in Kraft getreten. Gemäß § 2 Abs. 1 Satz 1 MeldePflV besteht für Ärzte nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 Infektionsschutzgesetz (IfSG) in Bayern eine Pflicht zur nichtnamentlichen Meldung der in § 1 MeldePflV aufgeführten Formen der Lyme-Borreliose. Eine Meldepflicht für Heilpraktiker besteht nicht.

Allerdings dürfen gemäß § 24 Satz 1 i.V.m. Satz 2 IfSG
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§§§   Juristische Beratung

Liebes Mitglied,

 

neu ist, dass wir Ihnen bei juristischen Fragen unseren Rechtsanwalt zur telefonischen Beratung kostenfrei für Sie, zur Verfügung stellen. Melden Sie sich telefonisch in Ihrer UDH-Geschäftsstelle, dort gibt es dann alle weiteren Informationen zu Ihrem telefonischen Beratungstermin.

 


 

21.1.2013 Kommentierung zur Neufassung des Heilmittelwerbegesetzes 2012 S. 1

© Rechtsanwalt Alexander Diem, Stuttgart

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitglieder der Union Deutscher Heilpraktiker,

 

Ende vergangenen Jahres hat der Gesetzgeber das Heilmittelwerbegesetz liberalisiert. Notwendig wurde diese Änderung durch die EU-Gesetzgebung und die höchstrichterliche Rechtsprechung in Deutschland, die regelmäßig eine liberale Auslegung des bisherigen Gesetzes vorgenommen hat.

So gab es Urteile des Bundesverfassungsgerichts, ....... (weiterlesen)

 


 

Vorsicht  Falle – Gewerbeauskunft

 Mit steter Regelmäßigkeit flattert die Post der Gewerbeauskunft in unsere Briefkästen – mit recht öffentlichem Anschein. Doch der Schein trügt. Vorsicht, wer sich hier registrieren lässt hat mit hohen Kosten zu rechnen!

Ähnlich verhält es sich mit einigen „regionalen Brancheneinträgen“.

Hier ist oft nur eine kurze Ergänzung bereits vorhandener Daten notwendig und schon sind Kosten von mehreren hundert Euro fällig.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte direkt an uns oder Ihren Landesverband. Wir beraten unsere Mitglieder gerne.

 


 

07.11.2012 Petitionsausschuss - Berlin:

(hib/HAU) Der Petitionsausschuss unterstützt das im Koalitionsvertrag festgeschriebene Vorhaben, die Pflegeberufe in der Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege grundlegend zu modernisieren und zusammenzuführen. Angesichts dessen beschloss der Ausschuss in seiner Sitzung am Mittwochmorgen mit breiter Mehrheit, eine Petition mit der Forderung nach einer Verschärfung der Zulassungsvoraussetzungen für den Beruf des Heilpraktikers ....   weiterlesen

 

 


 

Sicherheit wird zur Pflicht

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