Kantharidenpflaster

Blasenziehende Pflaster werden schon sehr lange erfolgreich eingesetzt, wenn es darum geht, Ansammlungen ungesunder Körperflüssigkeiten aus dem Körperinneren lokal an die Oberfläche zu leiten und dort zu entsorgen.

Es ist ein weniger verletzendes Verfahren, als der Eingriff mittels Skalpell, oft aber von günstigerer Wirkung!

Es wird kein Gewebe zertrennt, keine Narbe gebildet. Das Pflaster wird mit einer Substanz bestrichen, die auf der Hautpartie eine der Pflastergröße entsprechende flüssigkeitsgefüllte Blase erzeugt, deren Inhalt vom Behandler nach 8–12 Stunden entleert wird. Die dabei entstehende Hautläsion heilt innerhalb der folgenden drei Tage ab. Der kranke innere Prozess, der als Entzündung und/oder Zyste imponierte, geht gleichzeitig zurück. Ohne Messer oder Bohrer und ohne Antibiotikum.

Aber Vorsicht! Nierenerkrankungen, chronische oder akute Harnblasenerkrankungen und Allergien können diese Methode verbieten.

Bei sensiblen Patienten ist abzuwägen, ob ihm das Verfahren zuzumuten ist.